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Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen – Ätiologie, Epidemiologie und klinische Relevanz in der Frauenheilkunde

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Die autoimmun-bedingten Schilddrüsenerkrankungen gehören neben den Jodmangelerkrankungen zu den häufigsten Schilddrüsenerkrankungen. Etwa 16 % aller Frauen aber 2 % aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Autoimmunthyreoiditis. Die Ursache dieser Erkrankungen ist eine genetische Disposition, Auslöser der Erkrankungen endogene Faktoren und Umwelteinflüsse. Diese genetische Disposition betrifft nicht spezifisch die Schilddrüse, sondern nahezu alle bekannten Autoimmunerkrankungen, wobei aber die Schilddrüse am häufigsten betroffen ist.

Ersttrimesterscreening in Zeiten von NIPT

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In den letzten Jahren hat das Ersttrimesterscreening (ETS) durch die Präzisierung und Erweiterung der diagnostischen und prädiktiven Informationen eine zentrale Rolle in der Palette der pränataldiagnostischen Untersuchungen eingenommen.

Differenzierte Evidenz für Wirksamkeit und Sicherheit von Traubensilberkerze zur Behandlung klimakterischer Beschwerden

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Ergebnisse der Women´s Health Initiative (WHI) und der Million Women Study, ergaben für die Anwenderinnen einer Hormontherapie (HT) erhöhte Risiken für Brustkrebs und kardiovaskuläre Ereignisse. Daher steigt die Nachfrage nach nicht-hormonellen Behandlungsalternativen bei klimakterischen Beschwerden.

Neue Zytologische Klassifikation – Münchner Nomenklatur III: Was ist wichtig für die Praxis?

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Die Münchner Nomenklatur III wurde im Oktober 2013 verabschiedet und tritt zum 1. Juli 2014 in Kraft.

Nicht-operative Behandlung von Schwangeren mit Myombeschwerden

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Die Angaben zur Prävalenz von Leiomyomen in der Schwangerschaft schwanken zwischen 0,1 % und 11 %. Die Entdeckung vor allem kleiner Myome mittels Ultraschall in der Schwangerschaft ist erschwert.

Antihypertensive Therapie in der Schwangerschaft

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Zunehmend gehen Frauen mit präexistierender (chronischer) Hypertonie in die Schwangerschaft. Eine Steigerung von 0,9 auf 1,5 % wird in den USA im Zeitraum von 1996 bis 2008 beschrieben, ebenso wie eine Zunahme der Schwangerschaft induzierten Hypertonie die bei ca. 5–6 % der Schwangeren auftritt.

Behandlungspfade bei weiblicher Belastungsharninkontinenz

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Unter Belastungsharninkontinenz wird der unwillkürliche Urinverlust ohne Harndrang während körperlicher Anstrengung, z. B. beim Niesen oder Husten verstanden.

Herzkreislaufstillstand bei Schwangeren

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Das Auftreten eines Herzkreislaufstillstands, mit den Leitsymptomen der Asystolie – Blutdruckabfall –  Bewusstlosigkeit – blasses Hautkolorit ist bei in den vergangenen Jahren steigender Prävalenz (durch die Zunahme anamnestischer mütterlicher Risikokonstellationen und Zunahme von  Schwangerschaftskomplikationen) einmal bei 12.000 Schwangeren zu erwarten.

Infektionen durch Chlamydien, Gonokokken, Treponema pallidum, Mykoplasmen, Ureaplasma und Trichomonaden

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Die WHO schätzt, dass weltweit pro Tag 1 Million Menschen mit einer STI (Sexually Transmitted Infection) angesteckt werden. Chlamydia trachomatis ist der weltweit am häufigsten sexuell übertragene Infektionserreger. Jährlich rechnet man in Deutschland mit etwa 300.000 Neuinfektionen.

Therapie des Mammakarzinoms mit Augenmaß

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Brustkrebs ist das häufigste Karzinom der Frau. In den letzten Jahrzehnten

wurde die Heilungswahrscheinlichkeit erheblich verbessert. Auch in Deutschland nahm die Sterblichkeit seit Jahrzehnten deutlich ab. Für den 5-Jahreszeitraum von 2007 bis 2012 wird ein Rückgang der Mortalität um etwas mehr als 9 Prozent erwartet, was dem Trend in der EU insgesamt entspricht. Diese Erfolgsgeschichte ist ganz wesentlich den adjuvanten Therapien zu verdanken. Heutzutage werden bei fast allen Patientinnen mit invasivem Karzinom mehrere begleitende Behandlungen empfohlen.


Primär hormonelle Osteoporose-Prävention – Nachteile der medikamentösen Alternativen

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Die deutschen Leitlinien zur Osteoporose-Prävention sind aus gynäkologischer Sicht nicht überzeugend. Der Dachverband Osteologie (DVO) hat seine Leitlinien zur Osteoporose-Prävention im Jahr 2014 überarbeitet, aber nur halbherzig. Einer Östrogen-Substitution wird zur Fraktur-Prävention die höchste Effizienzstufe A zugesprochen. Wiederum geschah dies mit wissenschaftlich nicht begründbaren Einschränkungen.Warum sollten substituierte Östrogene nur für Frauen mit hohem Fraktur-Risiko zugelassen werden?

Algorithmus-Aspekte zur Myom-Therapie

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Myom-Beschwerden korrelieren mehr mit der Lokalisation des Myoms als deren Größe. Das erschwert eine Algorithmus-Erstellung, die sich überwiegend an den Myomen selbst orientiert. Es sollten vielmehr Art und Stärke der Symptome und die daraus resultierende beeinträchtigte Lebensqualität erfasst werden. Mit Zulassung von Ulipristalacetat (UPA) ist das algorithmische Vorgehen komplexer geworden. Unter UPA können Myome unterschiedlich an Volumen verlieren und entsprechend verschieden ist die Beschwerdeminderung bei den Betroffenen. Weitere neue klinische Aspekte belegen, dass UPA als „revolutionär“ einzustufen ist. Es muss sicher geklärt werden, ob die Beschwerden tatsächlich durch ein Myom bedingt sind. Eine kurzfristig erreichte Volumenreduktion durch UPA-Gabe korreliert mit einer sofortigen Beschwerdeminderung. Bei großen Myomen treten oft Probleme, wie z. B. Ureter-Kompression und beginnender Nierenstau auf, die sich präoperativ via UPA-Medikation kurzfristig beseitigen lassen.

Die Rolle des Peritoneums in der Schmerzpathogenese der Endometriose

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Endometriose ist eine der häufigsten benignen gynäkologischen Erkrankungen, die während der reproduktiven Lebensphase der Frau aktiv ist. Es handelt sich dabei um das Auftreten von Endometrium-artigen Geweben, die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln, dort proliferativ aktiv sind und zu einer inflammatorischen Reaktion führen. Endometrioseläsionen können oberflächlich und auch infiltrativ wachsen und je nach Lokalisation und Art werden daher unterschiedliche Manifestationsformen unterschieden.

Antibiotika bei Harnwegsinfektionen

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Harnwegsinfektionen (HWI) gehören mit zu den häufigsten bakteriell verursachten

Infekten und sind neben Atemwegsinfekten eine der häufigsten Ursachen, warum Erwachsene einen niedergelassenen Arzt aufsuchen und ein Antibiotikum rezeptiert bekommen.

Frauen sind dabei aufgrund ihrer Anatomie viel häufiger betroffen als Männer. Etwa 50 % aller Frauen erleiden zumindest einmal in ihrem Leben einen HWI. Von diesen erleiden

20 %einen weiteren HWI, wiederum ein Drittel von diesen bekommt weitere HWI. Eine von drei Frauen hat bereits bis zum 24.Lebensjahr den ersten HWI. Von rezidivierenden HWI spricht man bei zwei und mehr HWI in den letzten 6 Monaten oder drei und mehr in den letzten 12 Monaten. Insgesamt 2,4 %aller Frauen leiden unter rezidivierenden HWI. Dabei handelt es sich meist nichtum Pyelonephritiden mit Flankenschmerzen, klopfschmerzhaftem Nierenlager, CRP-Erhöhung und /oder Fieber, sondern um harmlose Zystitiden, die nicht zwangsläufig bei Nichtbehandlung zu einer Pyelonephritis führen.

Das Einsetzen der Menopause vor dem 45. Lebensjahr als Indikation zur Hormon-Substitution

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Eine Hormon-Substitution mit der Primär-Indikation „klimakterische Beschwerden“ wurde in den USA durch eine Osteoporose-Prävention ergänzt – unabhängig von klimakterischen Symptomen. Nun gibt es eine dritte primäre Indikation: Menopause vor 45 Jahren, da das KHK-Risiko um 50 % und die KHK-Mortalität um 19 %, im Vergleich zu später eintretenden Menopause, erhöht ist. Das kommt einer Validierung kardiovaskulärer Protektion gleich. Das gelingt alternativen Arzneimitteln nicht besser und dazu mit weit weniger Zusatznutzen. Individuelles Umsetzen dieser nun angehobenen Grenze für Klimakterium präcox ist im Interesse vieler Frauen.

Brustkrebs-Überwachung nach Ende der Hormontherapie: Bieten zirkulierende epitheliale Tumorzellen eine Entscheidunghilfe?

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Brustkrebspatientinnen stehen derzeit vor der Frage inwiefern eine weiter geführte Hormontherapie, nach Ablauf von 5 Jahren für sie sinnvoll ist. Statistisch konnte die Frage mittlerweile dahingehend positiv beantwortet werden, dass eine Hormontherapie über 10 Jahre einen Überlebensvorteil von 15 % gegenüber einer Hormontherapie von 5 Jahren bringt. Individuell für die einzelne Patientin ist allerdings noch nicht geklärt wann sich die Weiterführung lohnt. Dieses Problem wurde in der vorliegenden Studie an 36 Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem primärem Brustkrebs untersucht, deren Erstdiagnose im Median sieben Jahre zurücklag.

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Endometriose und Naturheilkunde

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Endometriose gehört mit einer Inzidenz von 10–15 %, zu den häufigsten benignen gynäkologischen Erkrankungen in der reproduktiven Lebensphase der Frau. Die Erkrankung ist häufig geprägt, durch das Leitsymptom Schmerz, welches zu einer erheblichen  Einschränkung der Lebensqualität der betroffenen Patientin führen kann. An Behandlungsmöglichkeiten stehen die operative Therapie, die medikamentöse hormonelle Therapie und medikamentöse Schmerztherapie zur Verfügung. Naturheilkundliche Therapieansätze können ergänzend erwogen werden. In der Literatur existieren jedoch nur sehr wenige Studien zu Naturheilverfahren bei Endometriose. Die Wirkung der einzelnen Therapieverfahren ist häufig nicht evidenzbasiert, sondern erfahrungsbasiert. Dennoch werden naturheilkundliche Behandlungen von vielen Frauen mit endometriosetypischen Beschwerden, wie Dysmenorrhoe, Dysurie, Dyschezie, Dyspareunie und chronischen Unterbauchschmerzen als symptomlindernd empfunden.

Faszination Ontogenese – Früher Ultraschall Schritt für Schritt

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Unter Ontogenese oder Ontogenie [ὀντογένεση] wird nach dem deutschen Zoologen, Philosophen und Freidenker Ernst Haeckel (1866) die Entstehung eines Einzelwesens beginnend mit der Keimesentwicklung bis hin zum voll entwickelten Individuum im adulten Alter verstanden. Dieser, als Entwicklungsgeschichte bezeichneter Prozess, verläuft dabei stadienhaft. Insbesondere der kontinuierlichen Fortentwicklung pränataler Bildgebung sind zunehmende Einsichtsmöglichkeiten geschuldet, diese morphologischen Entwicklungsprozesse der Fruchtanlage und des Embryo/Fetus beobachtend zu begleiten.

Akkurater pränataler Diagnostik, erhoben bereits im ersten Trimenon einer Schwangerschaft (hochfrequente Transvaginalsonographie), wohnt das Potenzial inne durch frühzeitige Stratifizierung prä- und peripartaler Betreuungsstrategien positiven Einfluss auf den gesamten Schwangerschaftsverlauf, die Geburt und das mütterliche und kindliche Outcome zu nehmen.


Endometriose, Update der aktuellen Therapie

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Endometriose ist eine der häufigsten benignen proliferativen Erkrankung der Frau. Nach derzeitigen Schätzungen findet man bei etwa 6–10 % aller Frauen und bei 35–50 % der Frauen mit Unterbauchschmerzen oder unerfülltem Kinderwunsch eine Endometriose. In Deutschland geht man aktuell von schätzungsweise 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus, wovon ca. 20.000 Frauen zur Krankenhausbehandlung geschickt werden. Die durch Endometriose verursachten Kosten wurden 2002 in den USA auf 22 Milliarden US-Dollar geschätzt, im Gegensatz dazu lagen die Kosten für Migräne bei 13 bis 17 Milliarden US Dollar.

Die Lokaltherapie des Mammakarzinoms

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Das Mammakarzinom ist mit über 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland der häufigste bösartige Tumor der Frau. Das Lebenszeitrisiko wird mit 12,9 % angegeben, d. h. etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Die Behandlung des primären Mammakarzinoms, welche von der Operation über die Strahlen- und/oder Chemotherapie, zielgerichteten Antikörpertherapien bis hin zur rekonstruktiven Chirurgie reicht, ist mittlerweile eine interdisziplinäre Aufgabe. Die Therapie entwickelt sich immer mehr zu einer individualisierten Therapie – sowohl im Bereich der Systemtherapie als auch in der Lokaltherapie.

Operative Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms: primär oder im Intervall

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Auch wenn in den vergangenen Jahren zwei internationale, randomisierte Phase-III-Studien zur neoadjuvanten Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms hochrangig publiziert wurden, ist die Frage des optimalen Timings der operativen Therapie weiterhin nicht beantwortet. Es ist vielmehr ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig es ist, publizierte Studienergebnisse kritisch zu lesen und zu hinterfragen. In den beiden Studien zeigen sich erhebliche Mängel in Bezug auf Studiendesign und Interpretation sowie unzureichende operative Radikalität, sodass die entscheidende operative Fragestellung des optimalen Operationszeitpunktes nicht beantwortet werden kann. Aus diesem Grund ist auch in der aktuellen Version der S3-Leitlinie zu den malignen Ovarialtumoren ein klares Statement gegen den routinemäßigen Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie mit aufgeführt. Die neoadjuvante Chemotherapie kann somit unter keinen Umständen als Standardtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms angesehen werden und soll außerhalb von Studien nicht angewandt werden.

Techniken der Fertilitätsprotektion: Ein Update

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Fortschritte der Reproduktionsmedizin einerseits und der Therapie maligner Erkrankungen andererseits haben nicht nur den Betroffenen neue Perspektiven eröffnet, sondern auch neue Wege zum Fertilitätserhalt nach überstandener Grunderkrankung. Dies ermöglicht es vielen Patientinnen und Patienten, auch nach zytotoxischer Therapie ihre Familienplanung in Angriff zu nehmen. Abhängig vom Alter der Patientin, der geplanten onkologischen Therapie und ihrer Dringlichkeit, sowie vom Partnerstatus kommen verschiedene  Maßnahmen infrage, um die Fruchtbarkeit der betroffenen Frau zu erhalten. Bei der Fülle von Möglichkeiten zum Fertilitätserhalt muss oft ein multimodales Konzept individuell mit der Patientin besprochen werden. Viele der Methoden sind gut kombinierbar. Bei Männern ist die Kryokonservierung von Spermien als fertilitätserhaltende Maßnahme allgemein etabliert.

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